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Weis- und Halbweisheiten
vom Sprichwortforscher Viele Leute machen sich bei der Nahrungsaufnahme Sorgen über die Verträglichkeit der von ihnen gewählten Speisen. Ende des 18. Jahrhunderts kam ein Münchner Arzt (Dr. med. Sigismund Brandstett) auf die Idee, dieser Angst dadurch beizukommen, indem er einen Slogan erfindet, der dazu anhält, feste Nahrung gut zu kauen. Er schrieb einen Zeitungsartikel, in dem er für den Laien nachvollziehbar darlegte, dass man jeden Bissen etwa dreißig Mal kauen müssen, damit der Magen nicht zu sehr belastet würde. Vor allem Verdauungsproblemen, Völlegefühl und Magengeschwüren wird somit vorgebeugt. Er überschrieb seinen Artikel mit: "Mahlen nach Zahlen!" Sein Ziel war es, diesen Reim so bekannt zu machen, dass ihn jeder im wahrsten Sinne des Wortes im Mund führte. Allerdings wurde der Spruch von einer heute nicht mehr bestehenden Illustrierten aufgegriffen und in einem anderen Kontext benutzt; hier allerdings ohne das Dehnungs-h im ersten Wort.
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