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Wenn der Igel nicht
mehr will Was haben wir gelacht, als uns Bekannte erzählten, wie ihnen am Ostersonntag ein Hase vors Auto sprang, der vorher am Straßenrand gesessen und scheinbar genau auf diese Gelegenheit gewartet hatte. Der Witz lag auf der Hand: Es handelte sich um einen desillusionierten, überarbeiteten, lebensmüden Osterhasen. Weit weniger witzig fanden wir es, als vor einigen Tagen ein Igel, der eben noch zu unserem Entzücken auf dem Bürgersteig herumgetippelt war, mit derselben Zielsicherheit vor ein Auto tapste. Es gab ein hässliches Geräusch, und zurück blieb ein demoliertes Wesen, das sich noch einige Zeit bewegte, bevor es in einer Blutlache verschied. Mehrere Fragen schossen mir in diesem Augenblick durch den Kopf: Warum ist Greenpeace nie dann zur Stelle, wenn wirklich Not am Igel ist? Haben meine Füße so gestunken, dass das geruchsempfindliche Tier den Freitod wählte? Warum hält man Kröten durch Zäune und Gräben davon ab, sich vor ein Auto zu werfen, wenn es doch ihr Wille ist? War es wirklich ein Igel oder doch eine Ratte mit Borsten? Hätte man ihm mit Gruppentherapie helfen können? Ein befreundeter Biologe bestätigte, dass man bisher wenig über das Suizidverhalten bei Hasen und Igeln wisse. Es besteht Forschungsbedarf.
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