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Deutschland verflucht
den "Superstar"
Von Sebastian
Wolf
"No Angels" und
"Brosis" sind anscheinend nicht genug. In diesen Wochen sucht RTL Deutschlands
"Superstar" und unterbietet einmal mehr die selbst aufgestellten Rekorde
des schlechten Geschmacks. Zeit für eine dichterische Aufarbeitung dieses
Grauens.
Ich bin Deutschlands
Superstar,
gemacht von RTL.
Und ich bin toll berühmt,
aber nicht besonders hell.
Das Singen lernen hab ich bisher
leider stets versäumt;
doch das ist alles ganz egal,
weil Dieter Bohlen ist mein Freund.
Bisher war mein Leben
so langweilig wie deines:
Probleme hatt' ich viele,
nur Geld hatt' ich leider keines.
Da sah ich diese Ausschreibung
Und ich ging einfach hin,
weil ich, seit es mich gibt,
überzeugt von mir bin.
Die Vorrunden waren
locker,
ich sang sie alle an die Wand:
die Pummeligen und die Fetthaarigen,
die mit Talent und mit Verstand.
Jetzt bin ich in der Endrunde
und ich schrei: juchhe!
Samstags hört die Republik,
dass ich von Musik nichts versteh.
Und die anderen Superstars
sind alle voll o.k.
Mit den besten Freunden, die ich je hatte,
leb' ich jetzt in 'ner WG.
Leider ist's wie bei "Big Brother",
jede Woche muss einer gehen.
Doch bleibt so mehr Ruhm für den Rest,
das können wir alle gut verstehen.
Ich bin Deutschlands
Superstar,
gemacht von RTL.
Und ich bin toll berühmt,
aber nicht besonders hell.
Das Singen lernen hab ich bisher
leider stets versäumt;
doch das ist alles ganz egal,
weil Dieter Bohlen ist mein Freund.
Und der Dieter ist so nett,
mit dem geh' ich jetzt ins Bett.
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Ein deutscher Superstar. Zumindest für die kommenden Wochen.
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