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Neuer Rumsfeld-Vergleich
beleidigt Deutschland Nach dem Vergleich Deutschlands mit Libyen und Kuba sorgt der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erneut für Empörung im alten Europa. Bei einer Rede im US-Senat nannte Rumsfeld Deutschland diese Woche in einem Atemzug mit den Südlichen Sandwich-Inseln und Tuvalu. Nachdem die deutsche Regierung ihr striktes Nein zu einem Krieg gegen den Irak auch nach Vorlage der ebenso stichhaltigen wie unscharfen Beweise von US-Außenminister Colin Powell nicht revidieren wolle, bliebe den USA nichts anderes übrig, als entsprechend auf diese Zurückhaltung zu reagieren. Wie auf der südpazifischen Inselgruppe Tuvalu würden die USA in Deutschland zukünftig keine eigene Botschaft mehr unterhalten. Rumsfeld zeigte sich jedoch bereit, zumindest über eine wirtschaftliche Ausbeutung Deutschlands nach dem Tuvalu-Modell mit sich reden zu lassen. Im Jahr 2000 hatte der Inselstaat auf Anregung der USA darauf verzichtet, die ihm zugewiesene Internet-Endung .tv in Anspruch zu nehmen. Dafür kassiert Tuvalu über mehrere Jahre verteilt 50 Millionen Dollar. Der amerikanische Konzern, der die .tv-Endungen nun weltweit verkauft, verdient damit inzwischen ein Vielfaches. Diesem Modell folgend könnten die USA Deutschland rund 50 Millionen Dollar dafür zahlen, den Bundesstaat Bayern auszugliedern und zu einem Großraum-Vergnügungspark mit alleinigem Nutzungsrecht für US-Touristen umzugestalten. Mit dem Geld der Touristen würden die Vereinigten Staaten jährlich genug Geld verdienen, um der heimischen Rüstungswirtschaft in den Pausen zwischen den geplanten Kriegen gegen Nordkorea und Iran dringend notwendige Subventionen einzuräumen. Dasin der Irak-Frage unloyale Verhalten der Bundesregierung gegenüber den USA habe schon jetzt dazu geführt, dass die internationale Bedeutung Deutschlands mit der der Südlichen Sandwich-Inseln gleichzusetzen sei, so Rumsfeld weiter. Die stark vergletscherte Inselgruppe im Südatlantischen Ozean ist nur von kotproduizierenden Pinguinen bevölkert und wird von Großbritannien beansprucht. Nach einem erfolgreichen Irak-Krieg bestünde die Möglichkeit, Deutschland ebenfalls Großbritannien anzugliedern, um ein zukünftiges Ausscheren zu vermeiden. Zu Spekulationen, die USA wollten Angela Merkel und Edmund Stoiber mit Waffen versorgen, um Bundeskanzler Gerhard Schröder zu stürzen und ein amerikafreundliches CDU/CSU-Regime in Deutschland zu etablieren, wollte sich der Verteidigungsminister bisher nicht äußern.
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