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Nicht nur Hans
im Glück Nun kann er endlich durch eine Beschneidung des Bankgeheimnisses den "gläsernen Bankkunden" schaffen und so nicht nur Terroristenmillionen, sondern viele private Details jedes kontobesitzenden Bürgers in Erfahrung bringen: Hans Eichel im Glück bzw. die Terroranschläge als Totschlagargument für alles. Aber nicht nur Hans schwelgt in Tagen wie diesen im Glück, auch andere Kabinettskollegen wie beispielsweise Gerhard, Otto und Rudolf. Schröder versucht zu zeigen, dass er nicht nur zu einer Politik der ruhigen Hand (d.h. engagiertem Nichtstun) fähig ist, indem er wildes wie zielloses "solidarisches" Säbelrasseln inszeniert. Schily kann jetzt unter allgemeinem Beifall schärfere Visabestimmungen, Grenzkontrollen usw. fordern bzw. gleich durchsetzen und so teilweise formale, teilweise emotionale Weichen in der Einwanderungspolitik stellen. Aus Scharpings Sicht ist dummerweise sein Ruf - wie neueste Umfragen zeigen - allerdings dermaßen ruiniert, dass ihn vermutlich dauerhaft nicht einmal ein solch ausgewachsenes Terrorinferno wie das vom 11. September zu halten vermag. Endlich sind die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA wieder ungetrübt, Krieg sei Dank. Der Kanzler vergießt Tränen in New York und bittet den amerikanischen Präsidenten inständig, doch endlich irgendwelches deutsche Kriegsgerät anzufordern. Der ist mit anderen Dingen beschäftigt und sehnt sich vielleicht sogar zurück nach den Zeiten, in denen sich deutsche Regierungen bewusst waren, dass sie amerikanische Kriegstreiberei mit Millionen von D-Mark besser unterstützen können als mit altersschwachen, nach Tieren benannten Bundeswehrutensilien und unerfahrenen Soldaten. Hans im Glück kann in der Zwischenzeit fröhlich Milliarden für die Bundeswehr bereitstellen und sich trotzdem weiter Sparminister nennen, "weil es die Situation einfach erfordert". Das sehen alle ein bis auf ein paar latzhosige Pazifisten und die PDS. Erstere kann man leicht überhören, solange die deutsche pluralistische Medienlandschaft fast ausschließlich eifrige Kriegsberichtserstattung betreibt, und die letztere schließt die Regierung einfach von den Informationsgesprächen über den Verlauf der Militäroperationen aus, weil sie sich nicht in die politische Einheitsfront einreihen will. Nur ein paar Ewiggestrige erinnern sich noch an den Kriegsaufruf des letzten deutschen Kaisers vor dem ersten Weltkrieg: "Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche".
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