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Scheiße! Keine Online-Aktion im März!
Seit geraumer Zeit ist das Ludwigshafener Satiremagazin @zend! für seine spektakulären Online-Aktionen bekannt. Im Monat März jedoch scheinen die Redakteure einen kreativen Tiefpunkt erreicht zu haben: Keine Aktion, nichts. Ein Interview mit @zend!-Chefredakteur Peer Schader.

@zend!: Herr Schader, was ist los? In diesem Monat bieten Sie Ihren Lesern erstmals keine spektakuläre Mitmach-Aktion auf Ihrer Seite. Sind Ihre Mitarbeiter kreativitätsmüde?

Schader: Das ist eine gute Frage. Wenn ich morgens die Redaktionsräume betrete und die betrunkenen Layouter vom wachpersonal entfernen lassen muss, frage ich mich das auch immer.

@zend!: Fakt ist jedoch, Sie haben keine Aktion.

Schader: Stimmt.

@zend!: Warum nicht?

Schader: Sehen Sie, Herr...

@zend!: ...Schader

Schader: Sehen Sie, Herr Schader, es ist wirklich nicht so einfach, sich Monat für Monat einen Reißer auszudenken, an dem die Leser ihre Freude haben. Unseren Aktionen geht jedes Mal eine fast halbjährige Vorbereitungsphase voraus. Das war diesmal wegen des Redesigns und Todesfällen in der Redaktion (siehe Editorial) einfach nicht möglich.

@zend!: Bedeutet das das Ende für die berühmten Online-Aktionen aus Ludwigshafen?

Schader: Keineswegs. Schon bald wieder werden wir unsere Leser auffordern, neuen Unsinn durch die Welt zu mailen, um die in den kranken Hirnen meiner Kollegen entstandenen Phantasien durchzusetzen.

@zend!: Sie wollen also an Klassiker wie die Igel-für-Ludwigshafen-Aktion, die Anomie-Verfilmung oder die Christkindl-Suche anknüpfen?

Schader: Wir wollen nicht nur knüpfen, wir wollen weben! Selbst wenn die Beteilung an den ersten beiden von Ihnen zitierten Aktionen noch mager war: Die Christkindl-Aktion sprengte den Rahmen. Das werden wir wiederholen.

@zend!: Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß beim Sprengen.

 

 

Seit frühester Kindheit führt @zend!-Chefredakteur Peer Schader Selbstgespräche. Seit seiner Arbeit für @zend! bekommt er auch Geld dafür.



   
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