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Das @zend!-Team
Was sind das bloß für Leute?, mögt ihr euch bei der Lektüre unserer kleinen Publikation bisweilen fragen. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, stellen wir euch an dieser Stelle die Mitglieder unseres Redaktionsteams vor, das - wie die Seite - ständig Ergänzung erfährt.

Sebastian Wolf, Chefredakteur

(aus Furcht im Hintergrund versteckend)
Wolf wurde 1977 in Büttelbrunn nahe Schelmhorn geboren. Die Baum- und Grundschule besuchte er in Grützingen. Von 1987 bis 1996 ging Wolf auf das Gymnasium in Dönsdorf. Wegen pazifistischer Wutanfälle und Herzschmerzattacken wurde er ausgemustert. Von 1996 bis 1999 studierte Wolf Germanistik, Soziologie und Medienknechtschaft in Heidelberg. 1997 war er Mitbegründer von @zend!. Im Herbst 1999 promovierte Wolf in Literaturwissenschaft über das Thema "Die Umlaute im Werk Heinrich Heines. Verdrängte Kindheitsträume eines Genies". Seit 1998 ist Wolf mit einem französischen Model verheiratet. Sie haben keine Kinder, aber zwei südpfälzische Rapsratten. In seiner Freizeit spielt Wolf gerne Bassgambe; außerdem ist Wolf Süddeutscher Meister im Simultan-Kniffel und Vizebezirksmeister im Schattentreten. Er hat die weltweit größte Sammlung an Quarkspeiseresten: 2534 verschiedene Überreste sauber in Tütchen verpackt und katalogisiert.

Thomas Riedel, Expraktikant
(schielend links)
Geboren wurde Riedel 1976 im südlichen Nildelta. Nach einem erfolglosen Studium der Altägyptischen Grammatik an der Universität von Kairo floh er in das gelobte Land: doch Israel wies Riedel nach kurzer Zeit wieder aus, da er gotteslästerliche Karikaturen an die Tempelwand gekritzelt haben soll. Irgendwie schlug Riedel sich die nächsten drei Jahre durch halb Europa, arbeitete mal hier als Cartoonist, mal dort als Witzeschreiber. 1996 gelang ihm die Flucht aus einem russischen Gulag, in den ihn seine schamlose Klappe gebracht hatte. Nachdem Riedel eine Schlepperbande nach Rheinland-Pfalz geschleust hatte, versuchte er es dort mit einem weiteren Studium in Mainz, stürzte jedoch eines Nachts volltrunken in den Rhein und trieb stromaufwärts nach Ludwigshafen. Erste Anlaufstelle war dort die Heilsarmee, die ihm 1999 eine Praktikantenstelle in einem der beliebtesten Online-Satiremagazine Deutschlands einbrachte: @zend! wurde seine zweite Heimat. Monatelang übernachtete Riedel dort unbemerkt im Kohlenkeller der chinesischen Wäscherei, bis er endlich den Status eines Expraktikanten erhielt und damit endlich genug Gehalt für ein eigenes kleines Zimmer beisammen hatte. (Alle Angaben dramatisiert - müssen nicht stimmen.)

Peer Schader, Chefredakteur
(dämonisch grinsend rechts)

Geboren als Sohn eines französischen Industriedespoten fand der jetzige @zend!-Chefredakteur Peer Schader schon nach wenigen Jahren Gleichgesinnte in der westlichen Zivilisation, die sich mit ihm an die Verwirklichung eines lamge gehegten Wunsches machen würden: Den Universitätsabschluss. Mit Mühe schleusten viele unterbezahlte Helfer den gebürtigen Rüsselsheimer durch das Gymnasium, bis hin zum Abitur, das Schader ähnlich der Führerscheinprüfung mit bestechenden Argumenten bestand. Nach Beginn der Arbeit an Schaders journalistischer Karriere und den ersten Publikationen gelang ihm mit der Veröffentlichung von "Provinzficken - Eine analytische Untersuchung des Verhaltens geschlechtsreifer Schulabgänger mit demoskopischen Untersuchungsmitteln" ein Durchbruch in der Wissenschaft. Durch sein Studium an der Universität Mainz erhofft sich Schader eine Intensivierung seiner sozialwissenschaftlichen Fähigkeiten. Die Position des @zend!-Chefredakteurs nimmt Schader seit der ersten Stunde ein. Alle Bewerbungen weiblicher Praktikanten gehen über seinen Tisch.

Caroline Mißbach, Volontärin
(als weibliches Redaktionsmitglied natürlich im Mittelpunkt)
Um eine Bewerbung auf Chefredakteur Schaders Schreibtisch zu umgehen, bewarb sich diese junge Dame gar nicht erst um eine Praktikantenstelle, sondern trat nach dem Abschluss ihrer Studien in Kernphysik, Molekularmedizin und mittellateinischer Philologie ein Volontariat bei Chefredakteur Wolf an, der sich kurz darauf aus bislang ungeklärten Gründen von seiner ersten Ehefrau, einem französischen Model, trennte. Aus der Publikationsliste des überaus attraktiven Fräulein Mißbach sind insbesondere die Studie "Vergleichende Anatomie der Glutealmuskulatur beim jugendlichen Manne" (Paris, 1999) und eine empirische Untersuchung zur Auswirkung des Y-Chromosoms auf spezielle Verhaltensweisen beim Führen von Kraftfahrzeugen besonders hervorzuheben. Derzeit arbeitet die hoffnungsvolle Nachwuchswissenschaftlerin neben der Tätigkeit in der @zend!-Redaktion an ihrer Promotion über die Bedeutung der infiniten Verben in der mittellateinischen Liebeslyrik. Die Veröffentlichung ist für Ende des Jahres geplant.

Nils Göbel , Setzer
(sitzt, daher nicht im Bild)

Das Interesse an Buchstaben begann bei @zend!-Setzer Nils Göbel schon in früher Kindheit, als er, von seinen Eltern ausgesetzt, in der Tiefebene der Sierra Morena neben dem Galgen eines erhängten Gauklers die Lettern S und O fand. Er bemächtigte sich aller 26 Buchstaben samt der Umlaute in düsteren Bahnhofsgegenden und namhaften englischen Auktionshäusern. Das begehrte und daher seltene Y erwarb er auf einer nordkoreanischen Pressenmesse in einer kleinen Stadt südlich von Pyeonyang. Alle Lettern führt er stets in einem eigens dafür angefertigten Setzkasten und wurde sofort ehrenamtlich als Setzer einge - nein, nicht gesetzt, sondern eingestellt. Natürlich isst er gerne Setzei - innovationssüchtige Besserwisser nennen es auch Spiegelei - und natürlich musste er sich erst einmal auf den Hosenboden setzen, um dem @zend!-Team zu beweisen, dass er unersetzlich ist. Wenn er böse ist, ruft er zuweilen auch mal: "Gleich setzt's was!" Zurzeit sitzt Göbel an seinem Studium der Ahasverik, Kunsttugend und angewandten Satanistik in Mainz.

 

 

Die @zend!-Redaktion in ihrem Wintergarten auf dem äußerst berühmten Redaktionshaus in Ludwigshafen.


   
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